Lynn Hershman Leeson bekommt den DDAA

Der d.velop digital art award [ddaa] ehrt das Lebenswerk eines Künstlers der im Bereich der digitalen Medien tätig ist und wird alle zwei Jahre vergeben. Neben einem hohen Preisgeld erhält Hershman Leeson eine Retrospektive in der Kunsthalle Bremen. Der [ddaa] ist die bedeutendste Auszeichnung für ein Lebenswerk im Bereich digitaler Medien.

 

Die diesjährige Jury des [ddaa] bestand aus Prof. Dr. Wulf Herzogenrath (Direktor der Kunsthalle Bremen), Dr. Norbert Nobis (Stellvertretender Direktor des Sprengel Museums, Hannover), Kelli Dipple (Kuratorin für Intermedia Art, Tate Modern, London), Stephen Kovats (Künstlerischer Leiter der Transmediale, Berlin) sowie Wolf Lieser (Direktor des Digital Art Museums [DAM], Berlin).  Nach Vera Molnar (geb. 1924, Ungarn/Frankreich), Manfred Mohr (geb. 1938, Deutschland/USA) und Norman White (geb. 1938, Kanada) ist Lynn Hershman Leeson nun die vierte Preisträgern, die den [ddaa] erhält  Lynn Hershman Leeson ist seit 1941 Künstlerin, arbeitet seit den 70er Jahren mit Medienkunst und setzt auf sehr innovative & gekonnte Weise die immer neusten Technologien in ihren Arbeiten ein  Dabei widmet sie sich immer wieder den gesellschaftlichen Fragen die aktuell sind: Privatsphäre, Geschlechterrollen und die Veränderung des Begriffes Identität im Zeitalter virtueller Welten  Oft agiert sie als Erzählerin non-linearer Geschichten, in denen sie die Einsamkeit von Menschen in einer von Kommunikationsmitteln durchdrungenen Welt darstellt. Sie gilt als Pionierin interaktiver Kunst und setzt ihre Ideen mittels Performance, Film, Fotografie, ortspezifischer Installationen und digitaler Medien um. Eines ihrer bekanntesten Projekte  ist Roberta Breitmore, eine fiktive Persönlichkeit, konzipiert und gespielt von Hershman Leeson in den Jahren 1973-79. Mit dieser Arbeit griff die Künstlerin virtuellen Aventüren voraus.

 

 

 

Sie ist auch Preisträgern des Creative Captial Award und das National Endowment for the Arts sowie den Siemens Media Art Prize, ZKM, den Flintridge Foundation Award, den Prix Ars Electronica  und den Alfred P. Sloan Foundation Feature Film Prize. 2004 erwarb die Bibliothek der Stanford University das Werkarchiv der Künstlerin. Hershman Leeson leitet die Filmfakultät am San Francisco Art Institute und ist emeritierte Professorin für digitale Kunst des Studiengang Technocultural Studies an der University of California, Davis.
Sie lebt und arbeitet in San Francisco  Initiiert wurde der d.velop digital art award im Jahr 2005 durch Wolf Lieser, Digital Art Museum [DAM], mit dem Ziel, ein Öffentliches Bewusstsein für die innovativen und zukunftsweisenden Kunstwerke in diesem Bereich zu schaffen.

 

 

Der Preis wird in enger Partnerschaft mit der Kunsthalle Bremen, die jeweils die Retrospektive des Preisträgers ausrichtet, vergeben. Ermöglicht wird diese Auszeichnung durch das großzügige Engagement der d.velop AG aus Gescher, der Hauptpharma AG aus Berlin und der Agentur Kommunikation Lohnzahl aus Münster.

 

 

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