Kool Savas – Märtyrer




“Märtyrer” hat definitiv Druck. Dabei wirkt Kool Savas hier – ein scheinbarer Widerspruch – entspannter und befreiter als je zuvor. Offenbar hat ihm die kreative Auszeit richtig gut getan.

Mann kann sich kaum an ein Savas-Album erinnern, bei den er seine lyrischen wie musikalischen Stärken so kompromisslos ausgespielt hätte. Es ist endlich DAS Battle-Rap-Album schlechthin. Rap über Rap, ohne falsche Bescheidenheit oder Scham. Ohne Versuche, persönlicher oder politisch zu werden. Ohne Liebessongs. Ohne alles. Einfach pur, hart und in die Fresse. Wow. Als absolut richtig erweist sich die Entscheidung des Kings, auf sämtliche Sticheleien oder direkten Angriffe der jüngeren Vergangenheit nicht direkt, gar mit namentlicher Nennung zu reagieren. Dadurch vermeidet es Savas, in eine defensive Position zu geraten, eines Königs, der sein Reich verteidigen muss. Stattdessen setzt er selbst seine Akzente, bestimmt selbst die Agenda – und auf der stehen vor allem drei Großbuchstaben: R, A und P.

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