Biographie „Public Enemy“

Mit ihrem neuesten Album „Revolverlution“ setzten Public Enemy, deren musikalischer Stil in all den Jahren ihrer Karriere neben einer Menge Kritiker-Lob Millionen von Fans gebracht hat, neue Maßstäbe in Sachen Musik und Technologie. Es handelt sich um eine Kombination aus neuen Songs, Live-Mitschnitten aus aller Welt und Klassikern, die von Fans via Internet modifiziert wurden. „Revolverlution“ zieht Rap-Musik in die Zukunft und erhält zugleich die musikalischen Wurzeln. Wiedereinmal verbinden Public Enemy Rap und Pop auf gekonnte Art und Weise.

 

Sie sind nicht nur eines der wichtigsten Sprachrohre der Afro-Amerikanischen Community, sondern absolute Champions der digitalen Musik und eine außergewöhnliche Rap-Band, die sich nicht auf frauenfeindliche und gewaltverherrlichende Texte stützt. Die Band enterte die Rap- und Pop-Welt im Jahre 1987 mit ihrer ersten Single „Public Enemy #1“, einer Kombination aus Chuck D’s befehlsgleichen Reden, Hand Shocklee’s vielschichtiger Kakophonie musikalischen Lärms und Flava Flav’s höchst unterhaltsamen Show-Einlagen.

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Der Song ist nicht nur dafür bekannt, einen gänzlich neuen Sound ins Rap-Genre gebracht zu haben, sondern auch dafür, der Band ihren Namen verliehen zu haben. Einen Monat später erscheint ihr Debüt-Album „Yo! Bum Rush The Show“. Kurze Zeit später nahmen sie „Rebel Without A Pause“ auf, ein Album, das eine neue Rap-Ära einläuten sollte, und zwar Public Enemy’s Markenzeichen „Noise“ oder wie es Hank Shocklee ausdrückt „Musik’s größter Alptraum“ – Lagen über Lagen von Samples, Sirenen und generellem Chaos.

 

Die Produktion erfolgte durch Bill Stephney, Hand Shocklee, Carl Ryder und Eric „Vietnam“ Sadler – den Kern vom Bomb Squad, bei dem später auch Keith Shocklee mit von der Partie war. Die Welt antwortete und Public Enemy wurden über Nacht zu Stars, sowohl daheim als auch im Ausland. Die Band nahm Europa im Sturm und wurde zu einem der beliebtesten Acts des Kontinents. Es folgte im Jahre 1988 der Klassiker „It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back“, der als eine der wichtigsten Platten aller Zeiten angesehen wurde und zum No.1-Rap-Album gewählt wurde. Es folgten viele Touren um die ganze Welt, so daß der Nachfolger „Fear Of A Black Planet“ erst 1990 erscheinen konnte. Es handelte sich wieder um einen PE-Meilenstein mit einer Menge Lärm und Samples, der ihre tiefgründigen Texte auf ein neues Level brachte. Daß Big Daddy Kane und Ice Cube auf „Burn Hollywood Burn“ dabei waren, brachte natürlich noch mehr Tiefe und Message. Dazu kam die Single „Fight The Power“ (aus Spike Lee’s „Do The Right Thing“), die praktisch die Visitenkarte der Band wurde.

 

Etwa zu dieser Zeit begannen Spekulationen von Fans und Medien über die angeblich bröckelnde Kreativität der Band. Das Feuer wurde noch geschürt durch diverse Solo-Projekte einzelner Band-Mitglieder. Als Antwort auf diese Gerüchte veröffentlichten PE „Apocalypse 91 – The Enemy Strikes Black“. Anstatt den Klatsch-Tratsch zu ignorieren, der über sie geschrieben wurde, entschlossen sie sich, dem „Hype“ mit Songs wie „More News at 11“, „Shut Em Down“ und „Letter To The New York Post“ vor den Kopf zu stoßen.

 

Auf dem Album befindet sich ebenfalls das Stück „By The time I Get To Arizona“. Eine gepfefferte Mitteilung, die an den Staat gerichtet ist, der einen Martin-Luther-King Jr.-Feiertag abgelehnt hatte. „Shut Em Down“ erwuchs Chuck D’s Ärger darüber, daß seine Stimme in einer Bier-Reklame verwendet wurde und beschreibt seine Sichtweise über die Ausbeutung der schwarzen Viertel durch Wirtschaftsgiganten.

 

Das Jahr war noch nicht um als das Home-Video „Tour Of A Black Planet“ erschien, das Video-Clips und mehr ernsthaften Kommentaren beinhaltete als sein Gold-Status-Vorreiter. Während all dies geschah tourten Public Enemy ohne Unterlass und traten 1992 zusammen mit U2 bei deren Zoo-TV-Tour auf. Auf Tour wurde das fünfte Album „Greatest Misses“ aufgenommen. Mit sechs neuen Songs und sechs Remixen sollte das Album ein Geschenk an die Fans sein, bis das nächste volle Album aufgenommen werden konnte.

 

„Greatest Misses“ wurde von der Veröffentlichung ihres dritten Gold-Status-Videos „The Enemy Strikes Live“ begleitet, das bei einer Free-Show im berühmten Apolo Theatre aufgezeichnet wurde. Das nächste Studio-Album 1994 hieß „Muse-Stick-N-Hour-Mess-Age“. Zu dieser Zeit hatte sich die Rap-Soundlandschaft beträchtlich verändert.

 

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